Schweriner Volkszeitung 2012 PDF Drucken E-Mail

 

Mit Modellbooten Schlossbucht getestet

 

19.01.2012 | 0:10 Uhr | Von: Reiner Pohl

 

Der Winter zwingt Segler zum Pausieren. Kein Wunder, dass Minicupper-Modellsegelboote derzeit zum großen Hobby aufsteigen. Segler aus Kiel bis Güstrow trafen sich an der Schlossbucht beim Schweriner Segler-Verein, um ihr Können zu messen. In acht Läufen kämpften die Skipper um möglichst viel Ranglistenpunkte, denn die sind entscheidend für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft. Die wird in diesem Jahr im März in Schwerin ausgetragen.

Der Kurs war im "Beutel" ausgelegt, wo die Manöver von zahlreichen Zuschauern begutachtet wurden. Glühwein und heißer Kaffee unterstützten die gute Laune der Beobachter und halfen den Seglern, ihre kalten Finger an den Fernsteuerungen zu vergessen.

Minicupper sind 1,3 Meter lange Modell-Einheitsboote, die auf allen Kursen voll manövrierfähig sind. Der Skipper bedient das Ruder und die beiden Segel vom Steg aus über eine Fernsteuerung. Weil nur ein Hersteller die Rümpfe für diese Modellklasse fertigt, hat jedes Boot nahezu gleiche Segeleigenschaften.

In punkto Chancengleichheit spielte sogar Rasmus mit. Bei zunächst schwachen, dann aber auffrischenden Winden erhielten sowohl die Schwachwind- als auch die Starkwind-Spezialisten die Chance, ihr Können auszuspielen. Am Ende stand Christoph Troemer aus Hamburg ganz oben auf dem Treppchen. Johann Rathjen aus Kiel eroberte den 2. Platz. Günter Joost vom Schweriner Segler-Vereins freute sich über Bronze.