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Zum Saisonabschluss kamen 36 Stehsegler an den Elfrather See (Krefeld), die beim Segel Klub Bayer Uerdingen mit der Fernsteuerung um den inoffiziellen Titel des Deutschen Meisters kämpften. In der Rangliste sind 60 Segler vertreten, Tendenz steigend.
90 Prozent der Klassenvereinigungs-Mitglieder regattieren im Sommer auf "richtigen" Booten. Die Bandbreite der Gefährte reicht vom 20er-R-Jollenkreuzer über IMS-1-Yachten hin zum Piraten, Kielzugvogel und Conger. Das Sportgerät ist eine 1:10-Verkleinerung des legendären Admiral´s-Cuppers "Container" und geht auf eine Idee des Hamburger Segelmachers Frank Schönfeld vor mehr als zehn Jahren zurück. Er wollte mit Freunden ohne viel Bastelaufwand im Winter segeln. Seitdem baut die Hein Werft absolut identische 1,3 Meter lange Schiffe, und Schönfeld liefert das Rigg mit Segeln. Ein komplett ausgerüstetes Schiff kostet inzwischen 2500 Mark, der Bausatz 1300 Mark.
Die Fans preisen das taktische Verständnis, das beim Mini-Cupper-Segeln geschult wird, weil man von außen eine andere Perspektive hat. Außerdem lerne man das korrekte Trimmen eines Bootes, weil die Minis auf die kleinste Änderung reagieren. Nach der ersten Euphorie, als selbst Segelgrößen wie Thomas Jungbluth die Fernsteuerung in die Hand nahmen, versank die Klasse vor einigen Jahren in der Versenkung. Aber jetzt sind die Minis wieder da. Daran hat der scheidende Vorsitzende der Klassenvereinigung Gerd Diederich (Gummersbach) großen Anteil, der das Amt an seinen Mitstreiter Andreas Arnold (Gummersbach) übergibt. Starke Flotten haben sich in Neumünster, Steinhude, Wiesbaden und Krefeld etabliert, aber der Schwerpunkt liegt nach wie vor in Hamburg. Kein Wunder, dass die Sieger der German Open aus der Hansestadt kommen. Arne Krogmann (ASC) gewann vor seinem Freund Jan Goral (ASC) und Klassenboss Gerd Diederich (SKBUe).